Die Neuapostolische Kirche Schweiz

News Bezirk Basel

Frühlingsfahrt der Senioren des Bezirkes Basel
26.04.2016 / Berner Jura
Ca. 73 frohgelaunte Senioren aus dem Bezirk Basel trafen sich zur jährlichen Frühlingsfahrt.

Ziel war dieses Jahr Bellelay im Berner Jura. In Bellelay trafen wir auf ca. 30 Senioren aus dem Bezirk Romandie Nord, mit dabei waren auch Bischof Perret i.R. und Bischof Hildbrand i.R.

Zusammen haben wir an der Führung durch die Abteil Bellelay teilgenommen. Anschliessend ging die Fahrt weiter nach Saignélegier zum gemeinsamen Mittagessen. Hier überraschte uns Apostel Thomas Deubel mit seinem Besuch.

Das Kloster Bellelay ist eine ehemalige Prämonstratenserabtei in der Ortschaft Bellelay im Berner Jura, die heute als Psychiatrische Klinik dient. Bis 1798 bildete das Kloster eine autonome Herrschaft innerhalb des Fürstbistums Basel und stand als Schirmherrschaft unter dem Schutz der eidgenössischen Kantone Bern, Solothurn sowie der Stadt Biel.

Gemäss einer Legende wurde das Kloster 1136 von Siginand, einem Propst der Abtei Moutier-Grandval gestiftet. Dieser folgte auf der Jagd einem Eber durch die Wälder des Juras. Als er ihn schliesslich erlegt hatte, fand er aus der damaligen Wildnis des Hochjuras nicht mehr heraus. Er soll das Gelübde gesprochen haben, ein Kloster zu stiften, wenn er heil nach Moutier zurückkäme. Nach vier Tagen hatte er dorthin zurückgefunden und darauf das Kloster gegründet, dem er den Namen Bellelay gab (belle laie heisst übersetzt schöne Sau).

Das Prämonstratenserkloster wird 1142 erstmals schriftlich erwähnt Bellelay stand unter der Oberhoheit des Fürstbistums Basel, schloss aber Burgrechtsverträge ab mit Bern und Solothurn (spätestens 1414) sowie mit Biel (1516). Die Verträge mit Solothurn wurden bis zur französischen Revolution regelmässig erneuert, weshalb das Kloster zum eidgenössischen Teil des Fürstbistums Basel gerechnet wurde. Der Abt übte über den Ort Bellelay und das umliegende Gebiet, die sog. Courtine de Bellelay, die niedere Gerichtsbarkeit aus, und zwar in weltlichen wie in kirchlichen Belangen

Während des Schwabenkrieges im Jahr 1499 wurden die Klostergebäude gebrandschatzt

Im Jahr 1797 wurden die Gebäude von französischen Truppen besetzt und das Kloster säkularisiert. Dabei wurde das wertvolle Mobiliar verkauft, ein bedeutender Altar befindet sich beispielsweise in der Pfarrkirche Notre-Dame de l'Assomption in Saignelégier. Das Gebiet des Klosters kam zusammen mit dem Fürstbistum Basel an 1797 an Frankreich und wurde in das Département du Mont-Terrible integriert. 1801 wurden die Zwiebeltürme abgedeckt und das dadurch gewonnene Metall verkauft, die Doppeltürme zerfielen in der Folge teilweise. 1815 fiel Bellelay durch Beschluss des Wiener Kongresses an den Kanton Bern. Im 19. Jahrhundert wurden die Klostergebäude zuerst als Uhrenfabrik, danach als Brauerei und schliesslich als Glashütte genutzt. Die Kirche diente zeitweise als Stall bzw. Scheune. Insgesamt befanden sich die Gebäude in unterschiedlichen Stadien des Zerfalls. 1891 erwarb der Kanton Bern für 150'000 Franken das Areal aus der Konkursmasse der Glashütte. Seither dienen die Gebäude einer psychiatrischen Klinik.1956 wurde die Klosterkirche für 600'000 Franken restauriert und wiederhergestellt. Die jetzt sich in der Kirche befindlichen Altäre sind zwar aus der gleichen Stilepoche wie die Originale, stellen aber Erwerbungen aus anderen Kirchen dar. 2009 wurde die durch Orgelbau Kuhn rekonstruierte Orgel des Joseph Bossard von 1721 eingeweiht. Eine Stiftung ist Veranstalterin jährlich stattfindender Ausstellungen, bei denen zeitgenössische Kunst mit der barocken Architektur in Dialog treten soll.

Der heutige Bau der Klosterkirche Mariä Himmelfahrt wurde 1708–1714 von Franz Beer nach dem Vorarlberger Münsterschema errichtet. Die Kirche besitzt zwei gedrungene Fronttürme, die ursprünglich mit Zwiebelhauben ausgestattet waren. Im Innern sind wertvolle Stuckarbeiten der Wessobrunner Schule (1713) zu bewundern. Die Klostergebäude im Stil des Barock entstanden ebenfalls zu Beginn des
18. Jahrhunderts.