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Süsses oder Saures – von Halloween über Allerheiligen zum Entschlafenenwesen

30.10.2021

Ein Kurzbericht zum "Totenmonat November"

 
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Am 31. Oktober wird Halloween gefeiert – ein mittlerweile mehrheitlich kommerzielles Fest, das über einen Umweg via Amerika aus Irland zu uns nach Europa gekommen ist. An Samhain, das zugleich Neujahrsfest, Erntedank und Winterbeginn feierte, dachten die Kelten, dass sich der Schleier zwischen Leben und Tod hebt. Je nach Quelle zündeten sie Feuer an und verkleideten sich totenähnlich, um böse Geister abzuwehren, die sich an den Lebenden rächen wollten. Mit Süssigkeiten und Lichtern hiessen sie in anderen Versionen die Toten willkommen, die ihre Verwandten besuchten.


Halloween steht für eine Abkürzung von all hallows eve; der Abend vor Allerheiligen. Am 1. November gedenken Katholiken allen Heiligen und Märtyrern. Ihr Leben ist für immer geglückt und sie leben in Gemeinschaft mit Gott; sie dienen als Vorbilder im Glauben oder werden um Fürsprache bei Christus angerufen.


Tags darauf, am 2. November – Allerseelen, gedenken katholische Christen der Verstorbenen. Mit Gebet und Fürbitte soll die Zeit im Fegefeuer verkürzt werden. So sollen die Seelen den Reinigungszustand verlassen und in volle Gemeinschaft mit Gott treten.
Mit Allerheiligen und Allerseelen besteht durch Jesus eine Verbindung zwischen den Lebenden und den Toten. Der «Totenmonat November» mit sichtlicher Veränderung der Natur sensibilisiert die Menschen für die Vergänglichkeit der irdischen Welt.


Auch in unserer Kirche gibt es (unter anderem) im November eine besondere Gedenkmöglichkeit für die Verstorbenen: Die neuapostolische Kirche spendet als einzige christliche Kirche die Sakramente auch den Entschlafenen. Begonnen damit hat Apostel Friedrich Wilhelm Schwartz, als er 1872 ein Kind taufte, das ohne dieses Sakrament verstorben war und die Eltern um das Heil fürchteten. Die drei Entschlafenengottesdienste im März, Juli und November gehören zu den Höhepunkten des neuapostolischen Kirchenjahres. Der Stammapostel und die Bezirksapostel spenden – egal wo sie sich befinden – die drei Sakramente Taufe, Versiegelung und Heiliges Abendmahl an Verstorbene. All diese Handlungen werden an zwei Amtsträgern durchgeführt, die als Brücke dienen. Mehr über das Leben nach dem Tod findet sich im Katechismus der Neuapostolischen Kirche.


Bericht: vdo, Bilder: unsplash


Quellen (Zugriff am 11.10.2021):
https://www.coopzeitung.ch/themen/freizeit/2016/halloween-ursprung-und-geschichte-27045/
https://www.ndr.de/ratgeber/verbraucher/Halloween-Was-steckt-hinter-dem-Brauch,halloween10.html
https://www.planet-wissen.de/kultur/fabelwesen/geister_und_grusel/pwiehalloween100.html
https://www.aargauerzeitung.ch/aargau/kanton-aargau/der-tag-nach-halloween-was-wir-an-allerheiligen-feiern-und-wer-deshalb-ausschlafen-kann-ld.1323907
https://www.kath.ch/allerheiligen-und-allerseelen/
https://www.erzbistum-koeln.de/presse_und_medien/magazin/Feiertag-Allerheiligen-Ursprung-und-Braeuche-am-1.-November/
https://nak.org/de/kennenlernen/katechismus
https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Entschlafenenwesen
https://nac.today/de/a/544346