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Ernennung Leiterinnen Unterricht im Bezirk Basel

23.08.2020

Ganz im Sinne der Trennung von Amt und Dienst hatte die Bezirksleitung schon vor längerer Zeit beschlossen, das Unterrichtswesen im Bezirk Basel in neue Hände zu übergeben. Als kompetente Fachfrauen konnten dafür Anita Jung Strub (Sozialpädagogin) als Leiterin Unterricht und Nicole Eckhardt (Lehrerin) als ihre Stellvertreterin gewonnen werden.
 
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Was schon im Frühjahr beschlossen, aber Corona-bedingt nicht umgesetzt werden konnte, wurde nun anlässlich des Gottesdienstes vom Sonntag, 23. August 2020, in Rheinfelden Wirklichkeit. Eingeladen war alle Schülerinnen und Schüler des Religionsunterrichts mit Eltern und Lehrkräften, sowie die Unterrichtsverantwortlichen der Gemeinden.

Der Bezirksvorsteher Rolf diente mit dem Bibelwort „… denn es ging Kraft von ihm (Jesus) aus und heilte sie alle“ (aus Lukas 6, 19). Er wies darauf hin, dass Jesus vor 2'000 Jahren alle heilte, die zu ihm kamen und glaubten, und dass, wenn er wiederkommt, überhaupt kein Leid mehr sein wird. Ausgehend von der Frage heilt er auch HEUTE?“ wurden Gross und Klein ermahnt, auf Krankheiten wie den Unfrieden, Angst und die Ich-Krankheit (Egoismus) zu achten und zu erleben, wie Jesus auch heute – genau so wie damals – jeden heilt, der zu ihm kommt und glaubt.

Bei der Ernennung von Anita und Nicole ging Rolf ganz besonders darauf ein, für wen die Leitung Unterricht da ein soll, nämlich für die Kinder und nochmals für die Kinder und dann aber auch für die Lehrkräfte im Bezirk.

In einem kurzen Interview wollten wir von Anita etwas erfahren über ihre Motivation und Vision in Bezug auf ihre neue Aufgabe:

  1. Worin siehst Du die grösste Herausforderung im Rahmen Deiner neuen Aufgabe?
    Auch wenn wir nur einen kleinen Bezirk haben, sehe ich es als grosse Herausforderung, in allen Gemeinden den Kontakt zu allen Lehrkräften auf allen Stufen aufbauen und halten zu können. Ebenso dürfte es nicht einfach sein, die Leiter Unterricht in den Gemeinden zu motivieren und ihnen zu helfen, ihre Verantwortung noch besser wahrzunehmen.
    Aber die grösste Herausforderung wird es wohl sein, mich aus der «Reinacher Ecke» (wo ich mich wohl fühle) zu lösen, um für den ganzen Bezirk da zu sein.

  2. Wofür bist Du Deinem Vorgänger besonders dankbar?
    An Heinz schätze ich seine pragmatische Art und dass er immer ein offenes Ohr hat. In einer schönen Erinnerung bleiben auch die Kinder-Gottesdienste, in welchen er es immer geschafft hat, ganz bei den Kindern zu sein. Dankbar bin ich, dass er zugesagt hat, auch weiterhin Kinder-Gottesdienste zu halten.

  3. Hast Du Vorbilder (evtl. eigene Lehrkräfte) und falls Ja: was möchtest Du von ihnen in Deine Aufgabe einbringen?
    Spontan fällt mir Willi, mein damaliger Sonntagsschullehrer, ein. Er hatte alle (auch die "schwierigen" Kinder) gleich gern und «är het nie gschumpfe». Ihm war es wichtig, dass die Kinder sich wohl- und verstanden fühlen. Genau das möchte ich auch.

  4. Was ist Dein Wunsch für die Entwicklung des Unterrichts in den nächsten zwei Jahren?
    Wichtig ist sicherlich, dass der umfangreiche Lehrstoff angemessen vermittelt werden kann; aber noch wichtiger ist es meines Erachtens, dass sich die Kinder wohl fühlen. Hier ist es mein Wunsch, die Eltern verstärkt einbeziehen zu können. Es ist ihre Aufgabe, z.B. mit den Kindern zu beten. Die Lehrkräfte helfen den Eltern in der religiösen Erziehung ihrer Kinder – nicht umgekehrt.
    Gerne möchte ich – wenn es die Verhältnisse wieder erlauben – auch einmal einen Anlass mit den Eltern durchführen … und sollte es – was wir nicht hoffen – zu einer erneuten Schliessung der Kirchen kommen, dann wünsche ich mir, dass wir vorbereitet sind und den Unterricht online durchführen können.

  5. Wo siehst Du eine Schnittstelle zwischen den Eltern und den Lehrkräften?
    Diese sehe ich in den Gemeinden ganz klar bei der Leiterin Unterricht resp. beim Leiter Unterricht. Hier möchte ich ein stärkeres Bewusstsein schaffen für die Wichtigkeit dieser Aufgabe.

  6. Sind bezirksübergreifende Zusammenarbeiten angedacht?
    Es war tatsächlich ein bezirksübergreifendes Lager geplant und schon seit einiger Zeit führen wir Kinder-Musiklager zusammen mit anderen Bezirken durch.
    Zuerst möchte ich aber innerhalb des Bezirks den Kontakt zwischen den Unterrichtsstufen fördern. Also z.B. auch (wieder einmal) Jugend und Kinder zusammenbringen.

  7. Worauf freust Du Dich am meisten?
    Ich freue mich auf die am Anfang genannten Herausforderungen, aber auch auf die Ideen, die in den Köpfen der Lehrkräfte schlummern und darauf warten, umgesetzt zu werden. Da freue ich mich auf eine konstruktive Zusammenarbeit mit allen Gemeinden und natürlich auch mit der Bezirksleitung.

Wir danken dem Bezirksevangelisten Heinz für seine langjährige Arbeit und sind dankbar, die Fachkompetenz der beiden Schwestern für diesen wichtigen Dienst an unseren Kindern nutzen zu können. Anita und Nicole sind Erstansprechpersonen für die Lehrkräfte der Vorsonntags­schule und Sonntagsschule, sowie des Religionsunterrichts auf Bezirks- und Gemeindeebene. Hier sind wir überaus glücklich, auf viele tatkräftige und innovative Schwestern und Brüder zählen zu dürfen.

Interview: vlo, Bericht und Fotos: rka

 

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