Für den Gottesdienst, welcher von Bezirksvorsteher Rolf Hunziker gehalten wurde, diente das Wort aus 2. Chronik, Kapitel 7, Vers 12
«Und der Herr erschien Salomo des Nachts und sprach zu ihm: Ich habe dein Gebet erhört und diese Stätte mir zum Opferhaus erwählt.»
Dieses Wort diente bereits anlässlich der Einweihung der neuen Kirche im Jahr 1988 als Grundlage für den Gottesdienst, damals mit Apostel Hirschi.Gott braucht für sich keinen Tempel, ein Opferhaus, aber die Menschen brauchen einen Ort der Begegnung, als Zeichen der Gegenwart Gottes. So brachten Sie damals täglich Opfer, dies war das sichtbare Zeichen der Verbindung zwischen Gott und dem Volk Israel.
Vergangenheit: Sie opferten im Rückblick aus Dankbarkeit, denn sie wussten, Gott gab die Ernte, Vieh, Wasser zum täglichen LebenGegenwart: Sie brachten Ihre Bitten dar, um Vergebung von Schuld und Sünde suchten Versöhnung in Gottes NäheZukunft: Sie kamen in den Tempel mit der Hoffnung einer guten und sicheren Zukunft, Gott möge bei Ihnen blieben uns sie begleiten
Heute? Wir kommen in den Tempel, ins Gottes Haus, was auch für uns ein Opferhaus ist.Vergangenheit: in Bezug auf das 75. Gemeindejubiläum schauen wir jetzt in Dankbarkeit, Ehrfurcht und Demut zurück auf die Pioniere, welche mit grosser Opferbereitschaft aufgebaut haben.Gegenwart: Jesus Christus kam auf diese Erde und hat das einmalige Opfer gebracht und so dürfen wir immer wieder Sündenvergebung erleben. Wir bringen nicht mehr Opfergaben « Rinder und Schafe» wie damals. Wir müssen oftmals innere Opfer bringen,mit unserer Gesinnung gegenüber dem Nächsten: Akzeptanz, Toleranz, vom Ich zum WIR, hin zur Nächstenliebe, wie es Jesus Christus als Vorbild uns lehrt. Dann erleben wir auch Vergebung, Versöhnung und Frieden.Zukunft: lasst uns auch hoffnungsvoll bleiben und in die Zukunft gehen, wir haben das ewige Leben, die göttliche Verheissung seiner Wiederkunft unser Glaubensziel. Gott ist mit uns.
Pr. Peter Meyer, Pr. Alex Meyer, der Vorsteher Pr. Florian Lüthy und der Bezirksvorsteher-Stv. Pr. Frank Wolff, wurden aufgerufen Ihre Herzen zu öffnen: In diesen Predigtbeiträgen wurde aufgezeigt, wie wichtig Versöhnung ist – sie gelingt nur, wenn beide Beteiligten dazu bereit sind. Ebenso wurde das Halten der Verbindung betont, selbst dann, wenn man wegzieht. Und schließlich wurde das eigene Engagement hervorgehoben: nicht lamentieren, sondern handeln. Gemeinsam in der Gemeinde, für- und miteinander unsere Gaben und Fähigkeiten einsetzen, gemeinsam geht es einfacher.
Nach dem Mittagessen wurde mit Photos und Dokumente aus der damaligen Zeit auf die 75 Jahre zurückgeblickt. Herzlichen Dank dem Team, das auch für das leibliche Wohl gesorgt hat. Wir haben viele zufriedene und dankbare Gesichter wahrgenommen.
Text:F.L. Fotos:S.K & J.F.